Michel Simon

Michel Simon

Bekannt für
Acting
Born
April 9, 1895
Birth Place
Geneva, Switzerland
Died
May 30, 1975
Michel Simon war ein Schweizer Schauspieler deutscher Herkunft, der hauptsächlich in Frankreich tätig war. Er wirkte in vielen bedeutenden französischen Filmen mit, darunter „Die Katze“ (1931), „Boudu - Aus den Wassern gerettet“ (1932), „Atalante“ (1934), „Hafen im Nebel“ (1938), „Die Nackte und der Satan“ (1959) und „Der Zug“ (1964). Charlie Chaplin bezeichnete ihn als „den größten Schauspieler der Welt“.

Simon wurde am 9. April 1895 als Sohn von Joseph Simon, einem Fleischer aus Villingen (Baden), und Véronique Burnat geboren. Er verließ seine Familie und zog nach Paris.

Seine Karriere begann 1912 bescheiden als Zauberer, Clown, Akrobat und Statist in der Tanzshow „Ribert’s and Simon’s“ im Casino von Montreuil-sous-Bois.

1915, während eines Urlaubs, sah er Georges Pitoëffs frühe französischsprachige Werke im Théâtre de la Comédie in Genf und beschloss daraufhin, selbst Schauspieler zu werden. 1920 hatte er seinen ersten kurzen Bühnenauftritt mit Pitoëffs Theatergruppe.

In den 1930er Jahren erlangte Simons Theaterkarriere mit Auftritten in Stücken von Shakespeare, Bernard Shaw, Pirandello, Oscar Wilde, Bourdet und Henri Bernstein große Bedeutung. Doch erst der Film brachte ihm Starruhm und internationale Anerkennung.

Simons Filmdebüt gab er 1925 in dem Stummfilm „Die zwei Leben des Mathias Pascal“, einer Adaption eines Romans von Pirandello unter der Regie von Marcel L’Herbier. Im selben Jahr spielte er die Hauptrolle in dem mit bescheidenem Budget produzierten Film „Die Macht der Arbeit“ unter der Regie von Jean Choux. Mit dem Ende der Stummfilmära wirkte er in Carl Theodor Dreyers „Die Passion der Jungfrau von Orleans“ (1928) mit. Simons Filmkarriere erlebte mit dem Aufkommen des Tonfilms einen Aufschwung. Man bemerkte, dass seine Aussprache und seine raue Stimme ebenso originell waren wie sein Aussehen.

In den 1950er Jahren schränkte Simon seine Aktivitäten ein, nachdem ein Unfall mit Make-up-Farbe zu einer teilweisen Lähmung seines Gesichts und Körpers geführt hatte.

Dem deutschsprachigenen Publikum wurde er u. a. durch seine Rolle des zu Unrecht beschuldigten Hausierers Jacquier in der Dürrenmatt-Verfilmung „Es geschah am hellichten Tag“ (1958) bekannt.

1967 gewann er den Silbernen Bären als Bester Schauspieler bei den 17. Internationalen Filmfestspielen Berlin für seine Rolle in „Der Alte Mann und das Kind“.

Filmografie

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