Michel Serrault (24. Januar 1928 – 29. Juli 2007) war ein französischer Bühnen- und Filmschauspieler, der von 1954 bis 2007 in über 130 Filmen mitwirkte.
Sein erstes professionelles Engagement war in einer Tournee-Produktion von Molières „Die vier Seelen des Scapin“ in Deutschland.
1948 begann er seine Theaterkarriere an der Seite von Robert Dhéry in „Die Branquignols“. Sein erster Film war „Ah! Les belles bacchantes“ (1954), in dem neben Robert Dhéry, Colette Brosset (Dhérys damaliger Ehefrau) und Louis de Funès die Hauptrollen spielten; Regie führte Jean Loubignac. Serrault spielte 1955 in dem Thriller „Die Teuflischen“ (1955) mit Simone Signoret in der Hauptrolle und unter der Regie von Henri-Georges Clouzot.
Von Februar 1973 bis 1978 spielte er die Rolle des Albin/Zaza an der Seite von Jean Poiret in dessen Theaterstück „La cage aux folles“ (Der verrückte Vogel). Er verkörperte die Rolle auch in der Verfilmung des Stücks, die 1978 erschien.
Serrault starb am 29. Juli 2007 im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Équemauville an rezidivierender Polychondritis. Er wurde zunächst auf dem Friedhof Sainte-Catherine in Honfleur beigesetzt und 2009 auf den Friedhof von Neuilly-sur-Seine umgebettet, wo er neben seiner Frau Juanita Saint-Peyron und seiner 1977 verstorbenen Tochter Caroline ruht. Er hinterließ eine weitere Tochter, die Schauspielerin Nathalie Serrault.